Forschung

Forschungsschwerpunkte

 

Phylogenetik und Biogeografie

Für das Studium der Pflanzendiversität ist die Rekonstruktion der Verwandtschaftsbeziehungen zwischen Populationen und Arten grundlegend. Wir rekonstruieren die phylogenetischen Beziehungen der Vielfalt des Lebens mit zeitgemässen analytischen Methoden auf der Basis von vergleichenden molekularen und morphologischen Daten. Überdies verwenden wir diese Erkenntnisse für das Studium der geographischen Verbreitung der Pflanzen und deren Merkmalsvariationen über die ganze Erde verteilt.

Forschungsgruppen:

E. Conti, P. Linder, R. Nyffeler

 

Bestäubungsbiologie und Fortpflanzungssysteme

Pflanzen als ortsgebundene Organismen benötigen biotische (z.B. Bienen) oder abiotische (z.B. Wind) Vektoren zur Übertragung ihrer Geschlechtszellen. Wir untersuchen den Zusammenhang von Blütenkonstruktion und Bestäubung sowie die Mechanismen, die eine effiziente Auskreuzung oder reproduktive Isolation ermöglichen.

Forschungsgruppen:

F. Schiestl, E. Conti, M. Kessler

 

Taxonomie und Floristik

Klassifikationssysteme liefern die Referenz an der jegliches Wissen über die Vielfalt der Pflanzen hängt. Wir beschäftigen uns mit der Beschreibung, Benennung, Bestimmung und Klassifizierung der Pflanzen. Des weiteren untersuchen wir die Verbreitung und die Beziehungen zwischen Pflanzen in geographischen Gebieten. Beachten und benutzen Sie auch unsere Bestimmungsschlüssel.

Forschungsgruppen:

P. Linder, M. Kessler, R. Nyffeler

 

Funktionelle und vergleichende Morphologie

Die grosse Breite in Pflanzenarchitektur und Blütenmorphologie ist die Basis der Vielfalt des Lebens. Wir untersuchen morphologische und anatomische Merkmale an vegetativen und reproduktiven Strukturen um die strukturelle Vielfalt der Pflanzen und deren Ausdifferenzierung zu dokumentieren und erklären.

Forschungsgruppen:

-

 

Ökologie von Pflanzengesellschaften

Die Zusammensetzung von Pflanzengemeinschaften wird von einer Vielzahl an abiotischen und biotischen Faktoren bestimmt. Wir untersuchen diese Faktoren und ihren Einfluss auf die Pflanzengemeinschaften.

Forschungsgruppen:

M. Kessler

 

Bryologie

Aus der Schweiz sind rund 1'100 Moosarten bekannt. Damit ist die Schweiz im europäischen Vergleich ein Hotspot für Moose. Wir erforschen die Verbreitung und die Ökologie der einzelnen Arten, führen Monitoringprogramme durch und erstellen digitale Bestimmungshilfen und Artbeschreibungen. Ausserdem interessieren wir uns für Fragen rund um den Schutz der Moose.

Forschungsgruppen:

NISM, Moosarten der Schweiz

 

Ethnobotanik

Ethnobotanik erforscht den Umgang indigener Völker mit ihrer natürlichen Umwelt, ihre Wahrnehmung und Klassifikation der Natur sowie den traditionellen Gebrauch von Medizinalpflanzen. Im gleichen Masse wie die Biodiversität ist auch das damit verknüpfte traditionelle ökologische Wissen bedroht. Die Ethnobotanik dokumentiert und analysiert dieses Wissen und schafft damit die Grundlagen für angewandte Projekte im Bereich der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen. Dabei fokussieren wir auf die Bedeutung des spezifischen sozio-ökonomischen und kulturellen Umfeldes für die Erhaltung von bedrohten Arten und Ökosystemen.

Forschungsgruppen:

C. Weckerle